Bachelor

Heilpädagogik

  • Bachelor of Arts (B.A.)
  • 7 Semester
  • Berufsbegleitend
  • 210 ECTS
  • 214 € / Monat
  • in Kooperation mit der LAG
  • Nur Wintersemester
  • ohne NC
  • Fast-Track möglich

Du möchtest Menschen mit (behinderungsbedingten) Exklusionserfahrungen unterstützen, fördern und begleiten? Als Heilpädagogin oder Heilpädagoge erkennst du Förderbedarfe und ermöglichst Inklusion und Teilhabe.

  • deutsch
  • Wintersemester
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Deine Lerninhalte
Studiere Heilpädagogik im Bachelor

Als Heilpädagogin oder Heilpädagoge gehörst du zur zentralen Berufsgruppe, wenn es um Inklusion und Teilhabe geht. Durch das Studium der Heilpädagogik erhältst du Grundlagen-, Analyse- und Handlungswissen, um Prozesse der Inklusion und Partizipation von Menschen mit (behinderungsbedingten) Exklusionserfahrungen auf allen Ebenen zu unterstützen, zu fördern und zu begleiten. Der Bachelor-Studiengang Heilpädagogik ergänzt deine Ausbildung an der Fachakademie für Heilpädagogik um eine akademische Perspektive. Du lernst den Forschungsbereich Heilpädagogik mit seinen unterschiedlichen Diskurslinien und Themenfeldern kennen, vertiefst Forschungsmethoden und innovative Praktiken der Heilpädagogik und kannst darauf aufbauend heilpädagogische Interventionen evidenzbasiert planen und evaluieren sowie Einrichtungen optimal organisieren. Durch die Kooperation mit der Landesarbeitsgemeinschaft der Fachakademien ist eine optimale Verzahnung von Ausbildung und Studium, z. B. hinsichtlich Zeitplanung und Themenfeldern, gewährleistet.

Hinweis: Die begonnene oder abgeschlossene Ausbildung zur staatlich anerkannten Heilpädagogin oder zum staatlich anerkannten Heilpädagogen an einer Fachakademie für Heilpädagogik ist Voraussetzung für ein Studium an der SRH Wilhelm Löhe Hochschule.

Die Inhalte deiner Ausbildung an einer Fachakademie für Heilpädagogik werden im Studium anerkannt. Dein Studium der Heilpädagogik an der SRH Wilhelm Löhe Hochschule in Fürth bei Nürnberg gliedert sich in drei Phasen:

  1. Studienphase (4 Semester): Anrechnung von Kompetenzen aus deiner Ausbildung bzw. Berufstätigkeit
  2. Studienphase (6 Semester): Du studierst parallel zu deiner Weiterbildung an der Fachakademie für Heilpädagogik, ca. 8 Tage pro Semester an der SRH WLH (überwiegend in den bayerischen Schulferien)
  3. Studienphase (1 Semester): Nach Abschluss der Fachakademie für Heilpädagogik nimmst du an einer weiteren Lehrveranstaltung teil und erstellst deine Bachelor-Arbeit

Solltest du schon staatlich anerkannte Heilpädagogin bzw. staatlich anerkannter Heilpädagoge sein, kannst du dein Studium auf 5 Semester, ca. 10 Tage pro Semester, verkürzen!

Deine Perspektiven
Innovatives Denken, das sich auszahlt

Als akademische Heilpädagogin oder Heilpädagoge erwarten dich viele Möglichkeiten nach deinem Studium. Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention wertet die Heilpädagogik stark auf. Freie und öffentliche Träger suchen flächendeckend nach qualifiziertem Personal. 
Mögliche ausgewählte Einsatzfelder für deine Karriere in der Heilpädagogik sind:

  • Frühförderung
  • Erziehungshilfe
  • Kinder- und Jugendpsychiatrie
  • Schulen
  • Wohneinrichtungen
  • Werkstätten
  • Rehabilitation
  • Altenhilfe

Dein Studienverlaufsplan

Studienabschnitt I: Ausbildung | 70 ECTS

  • Anerkennung außerhochschulisch erworbener Kompetenzen HEP / FAKS (50 ECTS)
  • Praxis der Heilerziehung (20 ECTS)

BACHELOR Heilpädagogik Dein Lehrplan

7 Semester 140 ECTS
1. Semester

Lehrinhalte 1. Semester

  • Allgemeine Heilpädagogik
  • Sozialwirtschaft und Sozialpolitik
  • Soziologie
  • Theorien der Heilpädagogik
  • Management soz. Einrichtungen I
2. Semester

Lehrinhalte 2. Semester

  • Psychologie
  • Heilpädagogische Diagnostik
  • Soziale Systeme
  • Ethik in der Heilpädagogik
  • Management soz. Einrichtungen II
3. Semester

Lehrinhalte 3. Semester

  • Heilpädagog. Methoden I
  • Recht der Heilpädagogik
  • Qualitätsmanagement
  • Wissensch. Arbeiten / Forschungsmethoden
4. Semester

Lehrinhalte 4. Semester

  • Heilpädagog. Methoden II
  • Gesundheitsförderung und Prävention
  • Planung und Intervention
  • Angehörigenarbeit
5. Semester

Lehrinhalte 5. Semester

  • Förderung von Inklusion und Teilhabe
  • Wahlvertiefung A
  • Kommunikation und Beratung I
  • Forschung und Innovation HP
6. Semester

Lehrinhalte 6. Semester

  • Förderschwerpunkte der Heilpädagogik
  • Supervision
  • Innovative Praxis der HP
7. Semester

Lehrinhalte 7. Semester

  • Wahlvertiefung B
  • Bachelorarbeit
  • Bachlorkolloquium

Zugangsvoraussetzungen
Heilpädagogik studieren - auch ohne NC

Diese Voraussetzungen brauchen wir:

  • bestandene Abschlussprüfung einer Fachschule/Fachakademie für Sozialpädagogik und Heilerziehungspflege 
  • sowie Nachweis einer abgeschlossenen Ausbildung zur staatlich anerkannten Heilpädagogenin oder zum staatlich anerkannten Heilpädagogen an einer Fachakademie für Heilpädagogik (bis zum 6. Semester; Ausbildung kann parallel zum Studium erfolgen)

Kosten und Finanzierung
So viel kostet das Studium

Die Studiengebühren betragen bei einem Studienverlauf von 7 Semestern 214 Euro pro Monat, zzgl. einmalig 500 Euro Immatrikulationsgebühr.
Bei einem Studienverlauf von 5 Semestern betragen die Studiengebühren 299 Euro pro Monat, zzgl. einmalig 500 Euro Immatrikulationsgebühr.

Dein duales Studium „Heilpädagogik" an der SRH Wilhelm Löhe Hochschule ist eine wertvolle Investition in deine Zukunft. Du profitierst bei uns von kleinen Studiengruppen, individueller Betreuung und praxisnahen Lehrveranstaltungen. Damit wirst du optimal auf deinen erfolgreichen Weg im sozialen Sektor vorbereitet. Als private Hochschule erhalten wir keine staatliche Unterstützung, deswegen erheben wir Studiengebühren.

Wir wissen, dass nicht jeder Studiengebühren einfach so schultern kann. Deswegen möchten wir dich dabei unterstützen. Unser Stipendienangebot steht allen unseren Studierenden offen und bietet dir unterschiedlichste Formen der Förderung an. Darüber hinaus hast du immer die Möglichkeit, dich auf externe Stipendien zu bewerben.

Alle anderen gängigen Finanzierungsmöglichkeiten haben wir hier für dich zusammengetragen

Gerne kannst du zur Finanzierungsberatung auch unsere Studienberatung kontaktieren.

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Neuer Campus
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Unsere moderne Hochschule in Fürth bei Nürnberg

Direkt im Fürther Südstadtpark liegt unser großzügiger Neubau. In persönlicher Atmosphäre lädt unsere Hochschule zum Lernen, Vernetzen und Verweilen ein. Denn mit einer modernen Bibliothek, einer großzügigen Studierendenlounge, der Dachterrasse, zahlreichen Gastronomie- und Einkaufsangeboten in Laufnähe, zeigt sich unsere Hochschule als attraktiver Studienort.

Licht, Luft und Lernen
Nicht nur unseren Studentinnen und Studenten und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gefällt die moderne Architektur unserer Hochschule. Die SRH Wilhelm Löhe Hochschule wurde von der Bayrischen Architektenkammer für die Architektouren 2021 ausgewählt. Hier findest du ein paar Impressionen.

Unser Campus

Einblicke Das sind die aktuellen Fragestellungen unserer Bachelorarbeiten

Der Studiengang Heilpädagogik folgt der forschungsstarken Ausrichtung der SRH Wilhelm Löhe Hochschule. Deshalb beschäftigen sich die Studierenden in ihrer Bachelorarbeit hauptsächlich mit empirischen Fragestellungen, die sie mit unterschiedlichen Methoden beantworten. Eine gute heilpädagogische Argumentation braucht fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse!

Die Qualifikationsarbeiten im Studiengang Heilpädagogik werden von Dr. Marion Wüchner-Fuchs eng begleitet. Neben Einzelgesprächen finden regelmäßig Kolloquien statt, in denen das wissenschaftliche Fachgespräch aller – Studierende wie Dozentin – den Rahmen für die Weiterarbeit und das Weiterdenken schafft.

„Möglichkeiten der sozialen Teilhabe – die subjektive Sicht von psychiatrieerfahrenen Nutzer*innen eines sozialpsychiatrischen Dienstes auf ihre sozialen Teilhabechancen und Barrieren“ (Arbeitstitel)

Problemstellungen:

  • Im 3. Teilhabebericht der Bundesregierung über die Lebenslagen von Menschen mit Beeinträchtigungen widmet sich ein ganzes Kapitel den Problemlagen von Menschen mit Beeinträchtigung an der sozialen Teilhabe. Besonders die Bereiche der informellen sozialen Beziehungen, Erholung und Freizeit und politisches Leben und Staatsbürgerschaft können mit Barrieren versehen sein.

Fragestellungen (Auswahl):

  • Was wird von Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen im Bereich informelle soziale Beziehungen als bedeutsam wahrgenommen?
  • Sind Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen mit dem Grad ihrer sozialen Teilhabe im Bereich der informellen Beziehungen zufrieden?

Methodischen Design:

  • Erhebungsdesign: Fragebogen (quantitativ) und problemzentriertes Leitfadeninterview (qualitativ); Stichprobe: psychiatrieerfahrene Nutzer*innen sozialpsychiatrischer Dienste
  • Auswertungsdesign: noch offen

"Sozialräumliche Aneignungsprozesse von erwachsenen Menschen mit erhöhtem sonderpädagogischen Förderbedarf im Übergang auf den ersten Arbeitsmarkt"

Zentrale Fragestellung:  

  • Welche Ressourcen eignen sich Menschen mit erhöhtem sonderpädagogischen Förderbedarf durch die sozialräumliche Aneignung im Übergang auf den ersten Arbeitsmarkt an? 

Theoretische Hintergrundfolien: 

  • Aneignungskonzept der kulturhistorischen Schule (Leontjew/ Wygotzki / Deinet)​ 
  • Kritische Psychologie (Holzkamp) 
  • Expansives Lernen (Engeström)​ 
  • Activity Theorie​ 
  • Sozial-ökologische Ansätze (Bronfenbrenner)​ 
  • Raumsoziologie (Löw): Spacing und Syntheseleistung​ 
  • Sozialraumorienterung (Hinte etc.)​ 

Erhebungsmethode: 

  • Semistrukturiertes Leitfadeninterview 

„Der Zusammenhang zwischen Mitarbeitendenfluktuation und Bewohnendenverhalten am Beispiel einer stationären Einrichtung für erwachsene Menschen mit Intelligenzminderung“. (Arbeitstitel)

Fragestellungen und Methoden:

  • Wie ist die Mitarbeiterfluktuation auf der untersuchten Gruppe?​
    • Quantitative Untersuchung (Recherche im Dienstplan --> Auswertung mit Excel)
  • ​Hat die Fluktuation Auswirkungen auf die Verordnung von Psychopharmaka?​
    • Quantitative Untersuchung (Daten aus dem Betreuungsmanager der Einrichtung --> Auswertung mit Excel)​
       
  • Macht sich die Mitarbeiterfluktuation im dokumentierten Verhalten über das Klientel bemerkbar?​
    • Qualitative Untersuchung (Daten der Dokumentation über Klientel aus dem Betreuungsmanager der Einrichtung --> Auswertung MAXQDA) 

„Innovative Unterrichtsformate während der Covid 19 Pandemie 2020/2021 – Möglichkeiten digitaler Lernsettings mit besonderem Blick auf das Fach Spiel an Fachakademien für Heilpädagogik“ (Arbeitstitel)

Problemstellung:

  • Spiel– eine Definition des Unterrichtsinhaltes und der Umsetzung (Lehrplan FAK HP) - Herausforderungen allgemein ​
  • Heilpädagogische Handlungskompetenz – Zieldimensionen heilpädagogischen Handelns – Handlungskompetenz im Berufsfeld d. HP – Entwicklung einer heilpädagogischen Könnerschaft​
  • Didaktische Methoden – konstruktivistische Didaktik und Ermöglichungsdidaktik​
  • Gelingensbedingungen im digitalen Setting: Digitale Beziehungs- und Begegnungsräume gestalten, Hybrides Lernen im Fach Spiel, Selbstgesteuertes Lernen im Fach Spiel

Fragestellung:

  • Wie kann es gelingen mit innovativen Unterrichtsformaten im Fach Spiel eine heilpädagogische Könnerschaft und damit eine Erweiterung der Handlungskompetenz der Studierenden in der Methode Spielförderung/Spieltherapie/Spielbehandlung trotz Lernen in Distanz zu ermöglichen?

Methodisches Design:

  • Quantitativer online-Fragebogen
  • Statistische Auswertung

„Biografische Erzählungen von Eltern mit Migrationshintergrund – eine intersektionale Perspektive auf das Leben mit einem sogenannten behinderten Kind“ (Arbeitstitel)

Problemstellung:

Kann es sein, dass Menschen, die nach Deutschland migriert sind, so stark unter dem Verlust der Heimat, Kultur und vielleicht zurückgelassenen Familie leiden, dass dies einen starken Einfluss auf das Erleben und den Umgang mit der „neuen“ Kleinfamilie hat?

Prägen die Fluchterlebnisse der jungen Menschen, das rapide Ablösen der eigenen Ursprungsfamilie und das „zum Mann/Frau werden“ in jungen Jahren die Bindung zur neuen Partnerschaft und der neu gegründeten Familie?

Die Erkenntnis, dass ein Kind nicht der sogenannten Norm entspricht, kann zusätzlich und erneut verunsichern. Dies kann wiederum Gefühle auslösen, versagt zu haben, nicht dazu zu gehören, in der Gesellschaft nicht erwünscht zu sein. Auch die eigenen Traumata können an die Kinder weitergegeben werden.

Erreichen die Kinder das Alter, um in den Kindergarten zu gehen, werden sie oft in den Kindertagesstätten nicht aufgenommen, weil sie für die Regeleinrichtungen als nicht tragbar gelten. Es beginnt die Suche und das Hoffen auf einen Platz in einer heilpädagogischen Einrichtung oder einer Integrationseinrichtung. Häufig erleben die Eltern Schuldzuweisungen. Immer wieder müssen sie ihre Geschichte erzählen. Oft berichten die Eltern, dass zwar gefragt wird aber im Anschluss nicht zugehört, sondern sich einem bestimmten Klischee und Schubladendenken bedient wird. Dies verstärkt die Hypothese, dass viele Eltern systemmüde werden.

Fragestellungen:

  • Wie wir das Leben von Menschen mit Migrationshintergrund durch ihre Zuwanderung oder Flucht beeinflusst? Wie verändert ein Kind mit einer sogenannten Behinderung dieses Leben? Wie verändert sich ihre eigene Biografie, ihr Umfeld und ihre Identität? ​
  • Hat sich durch die Geburt des Kindes die eigene soziale Teilhabe verändert? Wie reagierten die Familie und Freunde?​
  • Wie sehen die Familien der Eltern dies? Gibt es durch die kulturellen Unterschiede auch unterschiedliche Sichtweisen? Wo sind die Ressourcen und wo die Schwierigkeiten?  

„Der Übergang in eine Stütz- und Förderklasse als spezielle Transition – eine subjektorientierte qualitative Studie“ (Arbeitstitel)

Problemstellung:

Im Fachbereich haben wir das Bewusstsein für das Thema der Transition, doch wie erleben Kinder mit Beeinträchtigung die Übergänge? ​Meist betrachten wir die Transition aus der Perspektive des Erwachsenen. Ich möchte die Perspektive wechseln und von den Kindern erfahren, wie sie die Übergänge erleben. 

Fragestellungen:

  1. Wie haben die Kinder den Übergang in die SFK erlebt? ​
  2. Lassen sich förderlich oder hemmende Faktoren im Übergang erkennen?​
  3. Welche Personen und/oder Organisationen erlebt das Kind im Übergangsprozess als bedeutsam?

Methodisches Design

  • Kinderinterview auf spielerischer Basis. ​
  • Spielszenarien mit Hilfe von Playmobil vorbereiten.
  • Zusätzliche Videoaufzeichnung.
  • Ggf. am Ende Skalierung mit Smileys.
  • Inhaltsanalytische Auswertung aktuell vorgesehen.
Wir nehmen dich mit

EAMHID 2021

Mit einer Gruppe von 21 Personen nahm die SRH Wilhelm Löhe Hochschule am diesjährigen 13. Europäischen Kongress zu psychischer Gesundheit bei Intellektueller Entwicklungsstörung in Berlin teil.