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Ein Einblick in unseren Studiengang Heilpädagogik

Marion Wüchner-Fuchs, Studiengangsleitung Heilpädagogik, berichtet von der Kooperation mit dem Martin-Luther-Haus im Rahmen des Studiengangs Heilpädagogik

Marion Wüchner-Fuchs, Studiengangsleitung Heilpädagogik, berichtet von der Kooperation mit dem Martin-Luther-Haus im Rahmen des Studiengangs Heilpädagogik:

Das Martin-Luther-Haus (MLH) ist im Verbund organisiert und bietet unter der Trägerschaft der Stadtmission Nürnberg vielseitige Leistungen im Kinder- und Jugendbereich. Es ist eine der größten Einrichtungen ihrer Art in Nürnberg und Umgebung.

Innerhalb des Moduls „Forschung und Innovation“ bearbeiteten die Studierenden Forschungsanliegen fokussiert auf den Unternehmensbereich „Carpe Diem“, welcher reittherapeutische Leistungen anbietet.

Die Zielkompetenzen des Moduls können folgendermaßen zusammengefasst werden: 

  • Die Studierenden recherchieren zu vorgegebenen Themen in einschlägigen Verzeichnissen und Datenbanken: z. B. OPAC; online Fachzeitschriften etc.
  • Die Studierenden erkennen wissenschaftliche Literatur anhand von wissenschaftlicher Argumentation, Zitierweise und wiss. AutorInnen.
  • Die Studierenden kennen verschiedene wissenschaftliche Vorgehensweisen der Sozialforschung.
  • Die Studierenden erarbeiten für eine Fragestellung ein individuelles methodisches Vorgehen, welches sie theoriebasiert begründen.
  • Die Studierenden reflektieren ihr Vorgehen, identifizieren Probleme und schlagen Lösungen vor.

Einige Problemstellungen in Anlehnung an das MLH skizzierte uns zu Beginn des Moduls Herr Debebe, stv. Bereichsleiter und rahmte so die ersten Forschungsschritte. Fragen der Themenabgrenzung, der Formulierung operationalisierter Fragestellungen, die Literatursichtung- und exzerption sowie schließlich Diskussionen zu möglichen Analyse- und Interpretationsschritten begleiteten das Modul bis zur Ergebnispräsentation. Forschungsmethodisch waren die Dokumentenanalyse und quantitative Sozialraumforschung als nonreaktive Verfahren für die an „Menschenarbeit“ gewöhnten Studierenden besonders ungewöhnlich. Die Identifikation von Merkmalen wissenschaftlicher Publikationen war gerade für den vielbeschriebenen, jedoch nicht empirisch abgesicherten, Bereich der tiergestützen Heilpädagogik erhellend. Durch die CORONA-Beschränkungen konnten wir leider nicht vor Ort forschen. Auch so zeigten die Studierenden eine profunde thematische Einarbeitung und konnten erste Ergebnisse in folgenden Forschungsbereichen präsentieren: Dokumentenanalyse, Qualitative Sozialraumforschung, Quantitative Sozialraumforschung, Literaturrecherche und Bestimmung, Leitfaden und Interviewauswertung mit der Sofware MaxQda.

Wie zu Beginn des Moduls war Herr Debebe auch bei der Abschlusspräsentation dabei und bescheinigte den Studierenden sehr gute theoretisch sowie praxisbezogen nutzbare Ergebnisse. Der Studiengang Heilpädagogik wird auch weiterhin mit dem MLH kooperieren. Wir wollen uns dann unter anderem auf die Effekte des heilpädagogischen Reitens konzentrieren.  

Marion Wüchner-Fuchs, Studiengangsleitung Heilpädagogik