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Werteorientierter Blick: Rückblick auf Highlights des Ethikinstituts

70 Jahre Soziale Marktwirtschaft
Tagung mit wissenschaftlichen Partnern

Die Soziale Marktwirtschaft feierte 2018 ihren 70 Geburtstag. Dies war Anlass genug, über ihre Zukunftsfähigkeit nachzudenken. Zum Jahrestag der DM-Einführung trafen sich dazu rund 80 Wissenschaftler aus ganz Deutschland und darüber hinaus in Münster. Die vor allem christlichen und liberalen Grundwerte wurden ebenso beleuchtet wie wirtschaftshistorische Entwicklungen und aktuelle Herausforderungen. Prof. Zerth von der WLH begeisterte mit seinen herausfordernden Thesen zur Rolle der Familie im Bereich zukunftsfähiger Pflegeversorgung. Karl-Josef Laumann, CDA-Bundesvorsitzender und NRW-Minister für Arbeit, Soziales und Gesundheit, brannte in seiner Keynote ein Feuerwerk christlicher Sozialpolitik ab. Elmar Nass, Leiter der WLE, langjähriger wissenschaflicher Berater der CDA und Mitorganisator der Tagung, moderierte u. a. auch den leidenschaftlichen Diskussionsabend. Auch Roberta Schlüter, Ethikstudentin der WLH, beteiligte sich aktiv an den Diskussionen. Kooperationspartner des WLE waren die Joseph-Höffner-Gesellschaft Köln, das Institut für ökonomische Bildung der Uni Münster und das Franz-Hitze-Haus Münster.

Preisverleihung 2018
Nachwuchspreis Ethik

Studenten aus den Bereichen Medizin, Pflege, Theologie und Sozialökonomie waren die Referenten bei der vom Ethikinstitut der Wilhelm Löhe Hochschule zum zweiten Mal ausgerichteten Fürther Studententagung, die sich mit Fragen von Ethik und Wirtschaftlichkeit im Gesundheits- und Sozialwesen beschäftigte.

Die sechs Referenten aus Hamburg, Göttingen, München, Mannheim u. a. sind die Gewinner in einem mehrstufigen Verfahren, in dem sie aus allen Bewerbern von der interdisziplinär besetzten Jury um den Sozialethiker Elmar Nass und den Medizinethiker Jan Schildmann ausgewählt worden waren. Vorgestellt und lebendig diskutiert wurden auf der Tagung herausfordernde Thesen etwa zum Gesundheitszustand von Flüchtlingen und den daraus sich ergebenden gesellschaftlichen Herausforderungen oder zur Spannung zwischen Wunsch und Wirklichkeit christlicher Pflegekultur und mögliche Auswege aus dem Dilemma. Querdenker stellten auch eine utopische Entmarktung des Gesundheitswesens oder eine visionäre Ethisierung der damit verbundenen Studien- und Ausbildungsgänge vor. Der Gesundheitsökonom Michael Schneider aus der Jury fand es bemerkenswert, dass hier junge Studenten mutig zu ihrer Position stehen, selbst wenn sie mit ihrer Meinung Gegenwind erwarten müssten. Unter den sechs Gewinnern wurde der Pflegewissenschaftler Andreas Gold zusätzlich ausgezeichnet mit dem erstmals vergebenen Wilhelm Löhe Nachwuchspreis Ethik. Sein empirisch wie normativ ausgearbeitetes Thema war die Rolle der Pflege in klinischen Ethikkomitees, die auch in vielen diakonischen Einrichtungen wichtige Orientierungsarbeit leisten. Darin machte er sich für eine profilierte eigene Pflegeperspektive in diesem Kontext stark, die bisher noch zu wenig ausgeprägt sei. Der Preis ist mit 500 Euro dotiert und wurde vom Universitätsverein Fürth gestiftet. Den Preis übergaben Vizepräsident Jürgen Zerth für den Universitätsverein und Elmar Nass für das Ethikinstitut der WLH.